Chapter 01

 

00-03-12

Moon Shadows


Awkward contract


In den Weiten des Mondpalastes herrschte eine ungewöhnliche Stille, die nur durch das Geräusch sich schnell voran bewegender Absätze gebrochen wurde.

“Topas!!!!“ Mars' verärgerte Stimme hallte durch die heute ausnahmsweise einmal fast leeren Korridore. Schon seit knapp einer Stunde versuchte sie das Oberhaupt der Palastgarde aufzufinden, bis jetzt war sie allerdings erfolglos geblieben. Wenn sie ihn dieses Mal in die Finger bekommen würde, sollte er lieber auf der Hut sein. Überhaupt verstand sie nicht, warum er ausgerechnet an so einem wichtigen Tag von seiner dummen Angewohnheit, sich mir nichts dir nichts in Luft aufzulösen, Gebrauch machen mußte. Der Herrscher über das Erdkönigreich kam schließlich nicht jeden Tag zu Besuch. In knapp drei Stunden sollte der Empfang stattfinden und niemand wußte, in wie weit die Palastgarde mit ihren Vorbereitungen war. Geschweige denn, wo deren Oberhaupt, Topas steckte. Langsam verlor sie die Geduld.

Warum mußte ausgerechnet sie ihn suchen gehen? Soweit sie sich entsinnen konnte gehörte das nicht zu ihren Aufgaben als Sailor Senshi. Ja, zu gegeben zu denen der Anderen auch nicht, aber das Los hätte ja ruhig einen anderen treffen können. Das Los hatte die Sache zwar letztendlich entschieden, aber sie war sich ziemlich sicher, das die Anderen die Sache irgendwie manipuliert hatten. Dieses dezente Lächeln, als sie sich verabschiedeten, um sich für den Empfang umzuziehen, hatte nicht gerade ihr Vertrauen geweckt, was die Ehrlichkeit dieses Losens betraf. Argh, das mußte sie auch noch und allmählich lief ihr die Zeit davon. Warum nur? Warum?! Sie kochte innerlich vor Wut.

“TOPAS!!!“ Das Echo ihrer Stimme klang von den Wänden wieder. Erstaunlich wie wenig man ihr anmerkte, wie aufgebracht sie war.

“Hey, was soll diese Brüllerei? Ich bin nicht taub.“ Augenblicklich fuhr Mars herum und sah direkt in das breit lächelnde Gesicht von Topas.

“Also, was gibt's Kleine?“ Hatte sie heute noch nicht genug durchgemacht? Sie mußte schwer an sich halten, um ihm nicht einfach einen Feuerball entgegen zu schleudern. Bewußt zwang sie sich zu einem Lächeln und einem freundlichen Tonfall.

“Oh, nichts besonderes, nur das in circa zwei Stunden der Herrscher des Erdkönigreichs ankommt und DU nirgends zu finden bist.“ Mein Gott, das war alles mehr wollte sich nicht? Deshalb dieses ganze Theater? Lächelnd rubbelte er sich die Haare weiter trocken.

“Jetzt hast du mich ja gefunden, damit ist die Sache wohl erledigt.“ Mit Mars' Beherrschung war es jetzt endgültig vorbei. Wütend fuhr sie ihn an.

“Was denkst du dir eigentlich?! Seit über einer Stunde suche ich schon nach dir! Keiner wußte, wo du steckst und ob die Garde schon bereit ist und du gehst schwimmen!“ Es war ihr erst jetzt aufgefallen, das seine Haare immer noch naß waren und er sie deshalb trocknete. Mitten in der Bewegung stoppte er und legte das Handtuch locker auf seine Schultern, um kurz danach in einen Lachanfall zu bekommen. Das war wirklich gut. Im Mars' Augen konnte man die mühsam unterdrückte Wut aufblitzen sehen. Es war offensichtlich, das sie kurz davor stand überzuschäumen und das so völlig ohne Grund. Topas konnte es sich nicht verkneifen sie noch ein bißchen mehr zu ärgern.

“Hast du damit ein Problem?“ Sanft hob er ihr Kinn an und zwang sie dadurch ihn direkt an zusehen.

“Wenn du mal mit mir zusammen schwimmen möchtest, dann mußt du nur bescheid sagen.“ In seinen klaren blaugrünen Augen strahlten eine unglaubliche Lebensfreude aus und unter diesem Lächeln mußten einfach unweigerlich alle Mädchen dahin schmelzen. Ohne es zu wollen wurde Mars rot. Energisch schob sie seine Hand beiseite und gleichzeitig den Gedanken ihn einfach so ungeschoren davon kommen zu lassen.

“Verdammt Topas, reiß dich zusammen! Die Königin verlangt nach dir.“ Allmählich hatte sie die Kontrolle über sich wieder.

“Wieso denn das?“ Sein perplexer Gesichtsausdruck machte sie beinahe rasend. Wollte er ihr das allen ernstes weismachen?

“Weil der Herrscher des Erdkönigreichs heute ankommt.“ Topas begnügte sich mit einem ach-so-ist-das Gesichtsausdruck, um einen weiteren Lachanfall zu vermeiden. Von Minute zu Minute fiel es ihm schwerer den Unwissenden zu spielen.

“Das weiß ich. Dann will ich mal sehen, was los ist. Sei ein Schatz und räum das für mich weg.“ Blitzschnell drückte er ihr sein Handtuch in die Hand und hauchte ihr einen Kuß auf die Wange, ehe er sich gemäßigten Schrittes entfernte. Schon wieder hatte er es geschafft. Sie war so perplex, das sie nicht mehr die Gelegenheit bekam überhaupt zu reagieren. Wie versteinert blieb sie stehen und starrte wütend auf das Handtuch in ihrer Hand. Topas, das würde er ihr noch büßen!

Sie drehte sich um und bekam gerade noch mit, wie um die nächste Ecke verschwand. Ja, er sah verdammt gut aus mit diesen hohen Stiefeln, der dunklen Hose mit dem hellen Hemd und den nassen Haaren, die ihm wirr ins Gesicht hingen. Es gab nur ein Problem, er wußte es ebenfalls und nutzte diese Tatsache zu jeder sich bietenden Gelegenheit ohne Hemmungen aus. Es war nicht das erste Mal, das er sie so stehen ließ und ihr nebenbei noch diverse unbequeme Aufgaben aufdrückte, noch ehe sie die Gelegenheit bekam zu reagieren und nein zu sagen. Ihre Hand verkrampfte sich um das Handtuch. Dieses Mal nicht. Sie würde sich revanchieren, doch vorerst war der Empfang wichtiger. Ein merkwürdiger Geruch stieg ihr in die Nase und mit entsetztem Blick bemerkte sie, das sie das Handtuch in Brand gesetzt hatte.

Zufrieden schloß Topas die Türen der königlichen Gemächer hinter sich und lehnte sich lachend dagegen. Sollte Mars doch denken, was sie wollte. Es machte ihm jedesmal aufs neue Spaß sie zu ärgern. Auf den Tag, wo sie hinter sein Geheimnis kommen würde freute er sich schon heute. Sich dabei ihren Gesichtsausdruck vorzustellen verstärkte nur noch sein Lachen.

!Darf man erfahren, was euch so sehr amüsiert, General?! Die ruhige Stimme der Mondkönigin ließ ihn wieder ernst werden. Augenblicklich nahm Topas Haltung an.

“Nichts.“ Mist, fast hätte er auch noch gestottert und ihr helles Lachen klang ihm entgegen.

“Das glaube ich kaum. Gebt es ruhig zu, ihr habt Mars erneut geärgert.“ Das entschuldigende Lächeln auf seinem Gesicht bestätigte ihre Vermutung. Warum konnte er das nicht einfach lassen? Diese ganze Geheimhaltung war auch so schon anstrengend genug. Ernsthaft böse konnte sie ihm allerdings nie sein. Dafür waren seine Späßchen viel zu unterhaltsam.

“Weshalb hast du mich eigentlich rufen lassen?“ Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen. Da war er wieder dieser vertrauliche Ton, wenn sie alleine waren. Innerlich bereute sie diese Tatsache zu tiefst, aber sie hatte ihr Wort gegeben niemanden gegenüber jemals die wahre Herkunft von Topas zu erwähnen.

“Nun, ich wollte nur sicher gehen, das auch alle Vorbereitungen getroffen sind und uns nicht schon wieder irgend eine Überraschung bevorsteht. Inzwischen wurde mir mitgeteilt, das die gesamte Familie des Erdkönigreichs an den Verhandlungen teilnehmen wird. Gibt es dadurch irgend welche Probleme?“ Entschieden schüttelte er den Kopf.

“Nein, nicht die Geringsten. Wir sind schon seit drei Tagen darüber informiert und haben alle nötigen Vorkehrungen getroffen. Der Gästeflügel wurde entsprechend ausgestattet und abgesichert. Mich wundert, das du erst jetzt davon erfahren hast.“ Sie war immer wieder aufs neue verblüfft, wie gut er informiert war. Sie selbst hatte erst am vorherigen abend davon erfahren und doch war er ihr schon wieder einen Schritt voraus.

“Es freut mich zu sehen mit welchem Eifer du deine Aufgabe erfüllst. Ich wünschte nur manchmal, das...“

“Bitte fang nicht schon wieder damit an. Laß es gut sein liebe Tante. Es macht nichts, das niemand weiß, wer ich bin. Man akzeptiert mich so, wie ich bin und ich kann mir nichts schöneres mehr vorstellen, als hier zu leben.“ Sie wußte zwar, das er die Wahrheit sagte, aber in ihrem Herzen schmerzte dieses Geheimnis seit eh und je. Sanft umarmte sie ihr Patenkind. Sie wußte, das die Geheimhaltung notwendig war, aber würde dieses junge Herz nicht irgendwann an diesem Geheimnis zerbrechen?

“Bitte mach dir nicht solche Sorgen. Meine Brüder kommen bald wieder zu Besuch und einsam bin ich hier so gut wie nie. Was ab und zu recht nervig ist. Ach was solls, ich liebe meine Arbeit. Hey, es geht bald los und ich muß mich noch in die Galauniform quetschen. Wäre doch peinlich, wenn das Oberhaupt der Palastgarde in den letzten Fetzen rumliefe, oder?“ Er befreite sich aus ihrer Umarmung und verließ nach einer leichten Verbeugung ihre Gemächer. Kopfschüttelnd sah sie ihm nach. Dieses Kind war ihr unbegreiflich. Seine Stärke und Entschlossenheit überraschten sie jedes Mal aufs neue. Hoffentlich ging auch weiterhin alles gut. Mit einem Seufzen erhob sie sich wieder, um ihren Pflichten nach zu kommen.

So schnell es nur eben ging schlüpfte Topas in seine Galauniform. nicht, das er sie unbequem fand. Ganz im Gegenteil im Vergleich zu den üblichen Uniformen war sie sehr bequem, aber es war schrecklich kompliziert sie anzulegen mit diesen tausend Schnüren, Haken und Bändern. Ein Blick in den Spiegel stellte ihn noch nicht ganz zu frieden. Seine zerwühlten Haare trübten das Gesamtbild doch erheblich. Schnell griff er nach einen schwarzem Samtband und faßte sei darin zusammen. So würde es gehen. Zufrieden nickend macht er sich auf den Weg in den Thronsaal. Dort herrschte ein reges Treiben, denn die letzten Vorbereitungen liefen auf Hochtouren nur die Mitglieder der Palastgarde schienen nicht von der allgemeinen Geschäftigkeit betroffen zu sein, da sie dank ihres Befehlshaber sämtliche Vorbereitungen schon abgeschlossen hatten und jetzt nur noch die Posten von Beobachtern einnahmen.

Fast völlig unbemerkt betrat Topas den Saal. Das Bild, das sich im bot stellte ihn sofort zufrieden. Gemächlich schritt er zwischen den hohen Säulen direkt auf den Thron zu. Der weiche Teppich dämpfte seine Schritte so sehr, das sie fast nicht mehr zu hören waren. Durch die in der Decke eingelassene Kristallkuppel brach sich das Licht der Sonne und zauberte die unterschiedlichsten Muster in den Saal. Die hellen Farbtöne stimmten sofort fröhlich und dennoch geboten sie Ehrfurcht. Seine Leute hatten wirklich alles zu seiner vollsten Zufriedenheit erledigt. Niemand würde die extrem hohen Sicherheitsvorkehrungen aufmerksam werden. Es sah genauso aus wie eh und je und trotzdem überblickten seine Männer jeden Winkel des Saals und würden schneller eingreifen, als jeder Attentäter handeln konnte.

“In Ordnung Leute!“ Mit einem lauten Händeklatschen verschaffte er sich die nötige Aufmerksamkeit.

“Ich bin sehr zufrieden mit euch. Heute ist ein sehr bedeutender Tag. Die Allianz zwischen Erde und Mond wird erneuert werden und garantiert uns weiteren Frieden. Deshalb verlange ich von jedem von euch, das er heute sein Bestes gibt. Vor allem da die gesamte Erdkönigsfamilie aus diesem Grund erscheint. Laßt absolut nichts und niemanden aus den Augen und meldet mir jede nur annähernd verdächtige Person, auch wenn sie euch noch so unwichtig erscheinen mag. Ach noch etwas. Viele von euch bereuen es natürlich schon jetzt nicht an den Feierlichkeiten aktiv teilnehmen zu können, aber das ist völlig unnötig. Sobald alles vorbei ist werden wir unser eigenes Fest veranstalten, das verspreche ich. Nur bis dahin verlange ich, das euere gesamte Aufmerksamkeit der Sicherheit gilt. Habt ihr verstanden?“ Ohrenbetäubender Lärm gepaart mit Hochrufen und Pfiffen war die sofortige Antwort. Ja, sie hatten ihren Kommandanten verstanden, er war einfach ein klasse Typ und als er eine Handbewegung machte herrschte sofort wieder Ruhe. Einen Augenblick lang herrschte freudiges Schweigen, denn Topas war immer wieder aufs neue bewegt, das seine Männer ihm ein solches Vertrauen entgegen brachten.

“Na dann an die Arbeit!" Ein einstimmiges JAWOHL SIR! scholl ihm entgegen und lachend kehrte jeder auf seinen Posten zurück. Mit der Aussicht auf eine eigenes Fest ihnen zu ehren war dieser Dauerwachdienst doch direkt viel angenehmer. Eines war für sie alle klar, einen besseren Kommandanten würden sie niemals finden. Nach Topas Schätzung lagen sie so gut in der Zeit, das ein kleiner Imbiß für alle noch zu schaffen sei. Sich schnell nähernde Schritte ließen ihn aufmerksam werden und er wendete sich um. Ein fast völlig aus der Puste geratener Soldat rannte zielstrebig auf ihn zu.

“Kommandant! Kommandant!“ Was war jetzt schon wieder passiert?

“Kommandant! Sie sind schon hier!“ Es dauerte einen Moment bis es Topas dämmerte wen er damit meinte. Seine Laune sank schlagartig. Shit!

“Wieso das denn?!“ Ihm war klar, das er genervt klingen mußte, aber warum änderten die denn auch alle paar Stunden ihre Pläne? Der Soldat blieb kurz vor ihm stehen.

“Ihr Sohn, Prinz Endimion konnte es wohl kaum abwarten und so sind sie ihm zu liebe schon früher aufgebrochen. Wir hatten früh genug davon erfahren und sie auch empfangen. Im Moment befinden sie sich auf dem Weg hierher. Allerdings ist der Prinz mit seiner Garde direkt nach der Ankunft spurlos verschwunden.“

“WAS?!“ Das hatte gerade noch gefehlt, wo bis jetzt doch alles so gut gegangen war. Topas blieb nichts anderes übrig, als schnell zu handeln. Es war für einen Erdenprinzen nicht ganz ungefährlich sich in den weiten des Mondpalastes herumzutreiben. Sein Puls beruhigte sich langsam wieder und es stand ja wohl fest, wer den Erdenprinzen suchen mußte.

“Gut, ich kümmere mich darum. Alles Andere läuft weiterhin nach Plan und ich kann nur hoffen, daß das die einzige Überraschung für heute bleibt. Ach so, informiere bitte die Königin über die neuen Umstände.“ Ohne eine Antwort abzuwarten machte er sich auf den Weg in die Venusgärten. Soweit er sich entsinnen konnte schwärmte der Erdenprinz seit jeher für diese und wollte sie schon immer einmal mit eigenen Augen sehen. Dort mit der Suche zu beginnen versprach am meisten Erfolg. Warum hatte er überhaupt in Erwägung gezogen, das alles glattgehen würde?

Mit schnellen Schritten näherte er sich der Pforte zu den Venusgärten. Das wäre ja noch schöner, wenn es dieser Prinz schaffe würde hier alles auf den Kopf zu stellen. Ihm war es völlig egal, welches Ansehen er genoß, sobald er ihn gefunden hatte würde er ihm gehörig die Leviten lesen. Fast wie von selbst rief er die Windgeister, um ihm bei der Suche zu helfen und sie fanden sehr schnell einen Fremden, der vor dem Portal der Zeit stand. Das war riskant, er mußte unbedingt verhindern, das er es öffnete. Ihm blieb keine Zeit mehr und so teleportierte er sich direkt hinter ihn.

“Was macht ihr hier?“ Erschrocken fuhr der Fremde zusammen. Er war sich sicher gewesen allein zu sein. Wo zum Teufel kam dann auf einmal dieser Soldat her? Es war klar, das er jetzt schnell eine Ausrede brauchte, um nicht noch weiter aufzufallen. Warum hatte er sich überhaupt darauf eingelassen? Schließlich waren sie Gäste des Mondkönigreichs und hatten somit die Etikette zu wahren, aber Endimion hatte es wieder einmal geschafft, das ihnen das herzlich egal war und so sind sie auf eigene Faust losgezogen. Na gut, das hatte er jetzt eben davon.

“Tut mir leid, aber ich habe mich verlaufen. Ihr wißt nicht zufällig, wie man von hier in den Thronsaal gelangt, oder?“ Hoffentlich klang das überzeugend. So ganz gelogen war es ja nicht, nur der Teil mit Thronsaal. Sorgfältig musterte Topas den Fremden. Er war nur ein kleines Stück größer als er, ziemlich gut gebaut, soweit man das durch die Uniform des Erdkönigreichs erahnen konnte, mit kurzen blonden Haaren und tiefblauen Augen. Eines war klar, er log. Nur wußte Topas nicht genau, welches Mitglied der Prinzengarde er nun vor sich hatte.

“Ich glaube euch kein Wort.“ Verblüfft sah er den jungen Soldaten an. Nach dieser langen Pause hatte er eher damit gerechnet, das er ihm glauben würde. War sein Lüge wirklich so offensichtlich gewesen? Trotzdem sah er nicht ein sich weiter rechtfertigen zu müssen und bemühte sich weiterhin ein unschuldiges Gesicht zu machen. Doch seine Unschuldsmiene ließ sein Gegenüber völlig unbeeindruckt. In diesen klaren blaugrünen Augen lag ein nicht zu übersehender Vorwurf. Wer war das überhaupt?

“Nun gut, ich werde euch trotzdem den Weg in den Thronsaal zeigen, damit ihr euch nicht schon wieder verlauft. Es ist verdammt gefährlich sich hier auf zu halten, wenn man nicht weiß, welchen Gefahren man begegnen kann.“ Mit der Logik dieses Soldaten konnte er sich zwar nicht sonderlich anfreunden, was bitte soll hier schon gefährlich sein? Es war doch schließlich ein Schloß, wie jedes Anderes. Allerdings ließ der Ton, in dem das gesagt wurde keinerlei Widerspruch zu und so fügte er sich seufzend in sein Schicksal und trottete hinter ihm her.

Topas lächelte zufrieden vor sich hin. Einen hatte er schon mal, aber dafür hatte er keine Ahnung, wieviele von der Sorte noch hier rumliefen. Sie alle einzeln zu suchen würde viel zu lange dauern, bis dahin würde der Empfang längst vorbei sein. Er stoppte. Warum war ihm das nicht gleich eingefallen? Es gab doch noch einen viel einfachen Weg. Der Fremde hatte nicht damit gerechnet, daß sein Vordermann so abprubt stehenbleiben würde und prallte prompt gegen ihn.

“Hey, was...“ Ein scharfer Blick ließ ihn verstummen. Man, dieser Soldat flößte ihm einen Heidenrespekt ein. Langsam schloß Topas die Augen und verfolgte den Weg der Windgeister. Die Beschwörungsformel kam kaum hörbar über seine Lippen.

“Geister, die ihr dem Wind entsprungen seit, hört mich an. Findet die Fremden, die von der Erde stammen und sich nicht im Thronsaal befinden, für mich. Umschließt ihre Körper und laßt sie vor mir erscheinen!“ Es war unglaublich. Der Fremde konnte spüren, wie sich die magischen Wellen um sie herum zu konzentrieren begannen. Das hier überstieg sein magisches Niveau bei weitem und auch Kunzit würde hier kaum mithalten können. Dabei war dieser Soldat allem Anschein nach jünger als er. Auf einmal blendete ihn ein gleißender Lichtkranz und er schloß ebenfalls die Augen. Als er sie wieder öffnete verschlug es ihm glatt die Sprache.



to be continued...

 
 

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