Chapter 02

00-02-09

Moon Shadows


Days full of incidence



Der Ton verhallte immer noch in den Weiten des Saals, während sich Tränen in Serenitys Augen schlichen. Um sie herum herrschte betretenes Schweigen. Niemand, allerwenigsten sie selbst hatte damit gerechnet, das die Königin des Mondes so reagieren würde. Langsam hob sie eine Hand und legte sie auf ihre schmerzende Wange.

“Was hast du dir nur dabei gedacht?!" Die Stimme ihrer Mutter klang so furchtbar kalt und ärgerlich. Sie machte ihr Angst und sie war nicht in der Lage zu antworten. Ja, es war allein ihre Schuld gewesen, das so etwas passieren konnte, aber warum versuchte ihre Mutter nicht sie zu verstehen? Heiße Tränen rollten über ihre Wangen und sie wandte den Blick ab. Niemand würde ihr dieses Mal helfen können, denn sie hatte sich eigenmächtig gegen einen ausdrücklichen Befehl der Königin gestellt.

Zu gerne hätte Endimion, der Erdenprinz eingegriffen, doch seine Generäle ließen es noch nicht einmal im Ansatz zu. Dabei hatte sie es doch nur seinetwegen getan. Warum sagte sie es das nicht? An den Blicken seiner Eltern konnte er ablesen, das sie es wußten und die Königin des Mondes würde es wohl ebenfalls wissen. Das würde nachher noch ein Donnerwetter geben. Sein Blick richtete sich hilfesuchend auf die Sailor Senshi, doch auch ihre Mienen spiegelten deutlich wieder, daß auch ihnen die Hände gebunden waren.

“Sieh mich an, wenn ich mit dir rede!“ Die Königin des Mondes verlor langsam die Geduld. Was hatte sich dieses Kind nur gedacht? In den blauen Augen ihrer Tochter standen deutlich Enttäuschung und Wut. Was sollte sie nur machen? Im Prinzip verstand sie es ja, aber die Sache wäre fast schiefgegangen. Sie stellte gewisse Regeln eben nicht zum Spaß auf und das mußte ihre Tochter unbedingt noch lernen. Es half alles nicht, Strafe muß sein. Auch wenn das bedeutet ihrer Tochter vorläufig das Herz zu brechen. Sie atmete tief ein, bevor sie sich erneut ihrer Tochter zuwandte.

“Da du es vorziehst zu schweigen, sehe ich keinen Grund, die Strafe für dein Vergehen zu mildern...“ In diesem Augenblick wurden die Türen des Saals aufgestoßen und eine einzelne Person in der Rüstung des Mondkönigreichs trat in den Saal.

“Bitte wartet euer Majestät! Es war allein meine Schuld!“ Scharf sog sie Luft ein, als sich eine ihr wohl bekannte Gestalt vor ihr niederkniete. Was sollte das schon wieder heißen? Ihre Tochter machte Anstalten etwas zu sagen wurde aber sofort wieder unterbrochen.

“Prinzessin, ich bitte euch. Sagt nichts. Es gibt für euch keinen Grund, warum ihr die Verantwortung für mein Handeln übernehmen solltet. Die Schuld trifft allein mich.“ Entschieden schüttelte Serenity den Kopf, das durfte er nicht tun. Es doch allein ihre Idee gewesen. Am meisten schockierte sie, das Topas seinen Blick nicht für einen einzigen Augenblick hob. Nicht nur sie war entsetzt, sondern auch der gesamte anwesende Hofstaat. Inzwischen hatte sich die Königin wieder so weit gefangen, das man ihr ihre Verwunderung unmöglich anmerken konnte.

“Eure Loyalität ehrt euch, jedoch kann ich dem, was ihr sagt keinen rechten Glauben schenken. Nennt mir euren Namen, Soldat.“ Gut, sie würde ihn nicht verraten. Entschlossen hob er den Blick und sah sie an.

“Topas, eure Majestät und wenn ihr erlaubt, meine Worte entsprechen der Wahrheit.“ Ein Raunen ging durch den Saal. Mit einer solchen Entwicklung hatten sie nicht gerechnet.

“Warum tut er das?“ Endimion hatte die Frage so leise gestellt, das nur seine drei Generäle in der Lage waren sie zu hören. Kunzit übernahm es ihm als Erster zu antworten.

“Das ist Loyalität, um die Prinzessin zu schützen, Hoheit. Nur wenn ihr mich fragt, dann ist es auch Wahnsinn.“ Die Anderen nickten stumm. Sie konnten sich ausrechnen, das die Strafe für ein solches Vergehen alles andere als gering war. Im stillen bedauerten und bewunderten sie diese treue Seele.

“Nehmt den Helm ab, wenn ihr mit mir sprecht. Es ist unhöflich sein Gesicht vor mir zu verbergen.“ Man merkte ihr an, das sich ihre Geduld langsam dem Ende neigte, dabei wußte sie schon jetzt, welches Gesicht darunter zum Vorschein kommen würde. Trotzdem sah sie hin, als der Soldat sich gehorsam den Helm abnahm und darunter eine Woge aus blauem Haar hervorquoll. Warum nur?

“Ah, jetzt erkenne ich euch. Ihr seit der Führer meiner Palastwache.“ Sie erhielt ein Nicken als Antwort.

“Das ist richtig, euer Hoheit.“ Sie machte eine abschätzende Geste.

“Und ihr behauptet für diese Misere verantwortlich zu sein?“

“Ja.“

“Stimmt das, Serenity?“ Ihre Stimme klang scharf und ihre Tochter zuckte Augenblicklich zusammen. Sie antwortete nicht gleich, sondern sah Topas flehend an.

“Serenity!“ Die Ungeduld in ihrer Stimme wuchs.

“Mutter...“ Erneut ruhte ihr Blick auf Topas, der ihr aufmunternd zu nickte. Sie gab auf.

“...es stimmt, was er sagt.“ Für diese Worte hätte sie sich am liebsten die Zunge abgebissen. Doch sie wußte, das Topas sie nur beschützen wollte und dies nur konnte, wenn sie schwieg. Sie hatte es ihm versprochen, aber ihr Gewissen machte sich quälend bemerkbar. Gegen diese Entschlossenheit würde niemand jemals etwas ausrichten können. Auch die Mondkönigin wußte das und dieses Mal würde sie ein Exempel statuieren. Es würde ihr zwar das Herz brechen, aber ihr blieb keine andere Wahl.

“Nun gut, dann hört mein Urteil.“ In diesem Augenblick hätte man im Saal eine Stecknadel zu Boden fallen hören können, alle Augen richteten sich auf die Königin des Mondes.

“Sämtliche Privilegien eueres Standes werden euch entzogen und euer magischen Fähigkeiten werden nicht mehr benötigt. Ihr werdet sie von nun an nur so einsetzen, wie sie eurem Stand entsprechen. Zudem werdet ihr von eurem Posten als Führer der Palastgarde enthoben und ihr werdet das Königreich des Mondes bis auf weiteres nicht mehr betreten. Verstoßt ihr dennoch gegen eine dieser Auflagen, so kann dies euere endgültige Verbannung oder sogar eueren Tod bedeuten. Ich hoffe ihr habt mich verstanden.“ Das lag schwer im Magen. Verbannung, noch dazu ohne jegliche Rechte. Topas schluckte kurz, bevor er ihr antwortete.

“Euer Wort ist mir wie immer Befehl, meine Königin. Erlaubt mir bitte mich von euch zu verabschieden.“ Langsam erhob er sich und ging.

“Mutter!“ Serenitys Stimme klang flehend, doch es war bereits zu spät, das Urteil stand fest. Topas ließ den Saal hinter sich und machte sich auf den Weg in die hinterste Ecke der Bibliothek, wo ihn niemand sehen würde und die Tränen in seinen Augen unbemerkt blieben. Er war sich allerdings nicht so sicher, aus welchen Grund diese Tränen flossen. Lag es an dem harten Urteil oder nur an den höllischen Schmerzen in seinem linken Bein. Wahrscheinlich an beidem.

Endlich machte er einen Stuhl ausfindig und ließ sich hineinfallen. Noch eine Minute länger und seine Knie hätten von alleine nachgegeben und er wäre ohne Hilfe nicht wieder hochgekommen. Entspannt lehnte er sich zurück und streckte die Beine aus. Sofort breitete sich ein beißender Schmerz aus. Verdammt, er hätte die Wunde doch lieber direkt behandeln lassen sollen. Nur wäre er dann zu spät im Thronsaal gewesen. Seufzend fügte er sich in die Schmerzen und hoffte, das sie bald abklingen würden. Leider taten sie ihm diesen Gefallen nicht. Es hieß also Zähne zusammenbeißen und durch, genau wie mit dem Urteil der Mondkönigin.

Es war erstaunlich hart, aber er wußte, das sie keine andere Wahl gehabt hatte. Alles andere hätte falsch gedeutet werden können. Sein Blick richtet sich aus dem Fenster, wo langsam die Sonne hinter dem Horizont verschwand. Bald würde der Mond zu sehen sein. es war schwierig sich vorzustellen ihn von jetzt an nur noch von solcher Entfernung betrachten zu dürfen.

In der Bibliothek gingen langsam die Lichter an. Es blieb die Frag, was nun aus ihm werden sollte. Hmm, noch war das Urteil nicht schriftlich abgefaßt worden, doch das war nur eine Frage der Zeit. Sich diesbezüglich Hoffnungen zu machen wäre Quatsch. Zudem machte ihm das Pochen in seinem Bein doch allmählich Sorgen. Der Verband mußte dringend gewechselt werden, aber er hatte noch nicht die Kraft, um den Weg zurück in seine Gemächer zu schaffen. Ein Geräusch ließ ihn herumfahren.

“Ach, ihr seit es Prinz.“ Langsam beruhigte sich sein Puls wieder. Noch bevor er aufstehen konnte winkte Endimion ab.

“Bitte bleibt sitzen. Ich wollte euch nicht stören. Ihr habt bestimmt eine Menge Dinge, die euch jetzt durch den Kopf gehen.“ Er schenkte ihm ein entschuldigendes Lächeln. Es war deutlich zu sehen, das er etwas auf dem Herzen hatte. Seine ansonsten ruhigen, blauen Augen wirkten nervös und angespannt und seine Hände verharrten immer wieder in der Luft. Topas drängte ihn nicht, wenn er etwas sagen wollte, dann würde er es von allein tun.

“Entschuldigt...“ Er hatte sich dazu durchgerungen die Sache direkt anzugehen, anstatt lange um den heißen Brei herum zu reden.

“...aber warum habt ihr das vorhin getan? Es war doch nicht allein euere Schuld. Zugegeben die Treue, die ihr euerer Prinzessin entgegenbringt beeindruckt mich jedesmal aufs Neue, aber das kann doch unmöglich ein solches Opfer wert.“ Jetzt war es raus und er schaute betreten zu Boden. Dachte er wirklich, das er ihn gekränkt hätte?

“Ihr braucht euch nicht zu entschuldigen. Dennoch seit ihr im Unrecht. Nein, sagt jetzt nichts Prinz, hört einfach nur zu. Ja, es ist ein hartes Urteil, aber es ist durchaus gerechtfertigt und warum ich die alleinige Verantwortung übernommen habe, sollte euch eigentlich klar sein.“ Das war genau der Punkt, den er vermeiden wollte, trotzdem konnte er nicht mehr verhindern, das errötete, was unser anderem auch an Topas spöttischen Blick lag. Ja, er wußte es genau und verstand.

“Ah, hier sind sie!“ Jadeits Stimme hallte von den Wänden wieder und bald darauf erschienen hinter dem Prinzen seine drei Generäle. Scheinbar waren sie sich nicht einig, was sie in diesem Augenblick sagen sollten. Alle Worte des Trostes schienen ihnen zu banal. Jadeit faßte sich als erster und brach das Schweigen.

“Also, wenn ihr mich fragt, ich finde dieses Urteil ungerecht. Sie hätte nicht so hart sein dürfen.“ Ärgerlich fuhr Topas aus seinem Stuhl auf, den Schmerz in seinem Bein ignorierend fauchte er ihn an.

“Maßt euch nie wieder an, die Urteile meiner Königin in Frage zu stellen! Ihr habt doch nicht die geringste Ahnung, worum es eigentlich ging.“ Erschrocken wich Jadeit einen Schritt zurück. Mit einer so heftigen Reaktion hatte er nicht gerechnet. Auch den Anderen erging es ähnlich, mit Ausnahme von Kunzit, der sich so etwas schon gedacht hatte. Mit ruhiger Stimme ergriff er das Wort.

“Langsam, langsam er wollte euch doch nur helfen. Setzt euch wieder. Mich wundert es ohnehin, daß ihr noch in der Lage seit zu stehen.“ Abwechselnd starrten die Anderen ihn und Topas an. Er hatte es also bemerkt. Kraftlos sank Topas in den Stuhl zurück. Ein Blick in Kunzits Gesicht zeigte es ihm ganz deutlich. er gab sich geschlagen.

“Zieht euren Stiefel aus.“ Seine Anweisung ließ nicht den geringsten Widerspruch zu und so bückte er sich, um den Stiefel auszuziehen, doch der Schmerz war schon im Ansatz unerträglich und er verzog das Gesicht.

“Wartet, ich helfe euch. Jadeit, Nephrit haltet ihn fest." Die Beiden konnten sich darauf zwar keinen Reim machen, doch sie hatten sich angewöhnt seine Anweisungen nicht mehr in Frage zu stellen und so folgten sie dem Befehl. Sie hielten ihn an beiden Schultern fest, als Kunzit ihm langsam den Stiefel auszog. Um nicht laut aufzuschreien biß sich Topas auf die Lippen.

“Kunzit, was soll das?“ Doch Endimion schwieg direkt wieder. Der Griff an den Schultern lockerte sich wieder und Topas fiel in den Stuhl zurück. Das würde eine Menge blauer Flecken geben. Jemand begann ihm die schmerzenden Schultern zu massieren, doch er nahm es kaum noch wahr. Der Schmerz hatte ihn fast völlig betäubt.

“Verdammt, das sieht übel aus.“ Kunzits Stimme ernste Stimme brachte ihn wieder halbwegs zu sich. Die Massage hörte ebenfalls auf und als er die Augen aufschlug, sah er auch warum. Kunzit hielt sein Bein gestreckt und betrachtete besorgt den Verband, der  sich langsam in seine Bestandteile auslöste. Auch Nephrit, Jadeit und Endimion starrten ungläubig darauf, wobei letzterer ziemlich viel Farbe verlor.

“Woher stammt denn diese Wunde?“ Ein entnervter Blick von allen Beteiligten brachte Jadeit wieder zum Schweigen. Mit ruhigen Händen begann Kunzit den Verband zu entfernen. Die Schmerzen nahmen wieder zu und Topas verkrampfte seine Hände in den Armlehnen. Leise Schritte ließen ihn zusammenfahren, er kannte sie ganz genau.

“Ruhig bleiben!“ Knurrte Kunzit. Auf seiner Stirn hatten sich inzwischen Schweißperlen gebildet. Sollte er dies Wunde unterschätzt haben?

“Serenity?! Das ist Serenity. Sie darf das nicht sehen.“ Seine Stimme war zwar kaum mehr als ein Flüstern, doch sie begriffen sofort. Endimion nickte und machte sich auf den Weg, um die Mondprinzessin abzufangen. Bald darauf verklangen ihre Schritte in der Ferne. Die Zurückgeblieben atmeten auf. Der letzte Rest des Verbandes fiel zu Boden und die frische Luft begann wie Feuer in der Wunde zu brennen. Von Sekunde zu Sekunde fiel es Topas schwerer bei Bewußtsein zu bleiben.

“Schließt die Türen.“ Etwas in Kunzits Stimme verursachte ihnen Unbehagen. So schlimm konnte es doch unmöglich sein. Sorgsam verriegelten sie die Türen jetzt befand sich außer ihnen niemand mehr in der Bibliothek. Der Versuch von Topas sich zu entspannen mißlang kläglich, da sich die Schmerzen immer weiter verstärkten.

“Wie habt ihr es eigentlich herausgefunden?“ Lächelnd sah Kunzit ihn an.

“Zuerst war ich mir nicht ganz sicher, doch als ihr vor euerer Königin gekniet habt bestand kein Zweifel mehr daran, das ihr euch verletzt haben mußtet. Normalerweise stellt ihr doch euer linkes Bein nach vorn, doch dieses Mal war es das Rechte. Ohne eine triftigen Grund würdet ihr doch niemals von euren Gewohnheiten abweichen.“ Unwillkürlich mußte Topas lachen. Kunzit war wirklich ein ausgezeichneter Beobachter, doch sein Gesicht wirkte sofort wieder angespannt, als er die Wunde begutachtete.

“Ganz schön tief. Es ist purer Leichtsinn von euch gewesen die Wunde nicht direkt behandeln zu lassen. Warum habt ihr denn nichts gesagt?“ Kopfschüttelnd tastete er die Wunde ab, wobei Topas vor Freude fast an die Decke gesprungen wäre, wenn ihn nicht Jadeit und Nephrit ihn daran gehindert hätten.

“Ich brauche etwas zum desinfizieren der Wunde!“ Was für ein Ton! Sofort setzte sich Nephrit in Bewegung und öffnete in einem der Regale ein kleines Geheimfach. Mit einer Flasche in der Hand kam er zurück.

“Ah, ich wußte doch, das ihr nicht wegen der Bücher hierher kommt.“ Seinen strafenden Blick ignorierte Topas bis auf weiteres. Kunzit nahm die Flasche in Empfang und begutachtete sie.

“Wunderbar, es ist hochprozentig!“ Zwei hab-ichs-mir-doch-gedacht Blicke ruhten auf Nephrit, der dezent zur Seite schaute.

“Haltet ihn gut fest, es wird brennen.“ Sein ermutigendes Lächeln verfehlte allerdings die erhoffte Wirkung.

“Nur so eine Idee, konnte ich das Zeug nicht trinken anstatt, daß ihr es über mein Bein kippt?“ Er lachte nur kurz trocken auf und leerte den Inhalt der Flasche über der Wunde aus. Topas gellender Schrei hallte von den Wänden wieder. Das Zeug brannte schlimmer als jedes Feuer. Inzwischen waren alle Anwesenden schweißgebadet und nun verstanden sie auch, warum Kunzit die Türen hatte schließen lassen.

“So, das wärs. Jetzt nähe ich die Wunde nur noch zu und verpasse euch einen festen Verband. Keine Sorge, das Schlimmste habt ihr hinter euch.“ Sichtlich amüsiert wühlte er in eine Tasche und begann anschließend die Wunde zu nähen. Wovon Topas allerdings herzlich wenig merkte, da er am Rand einer Ohnmacht stand, die er mehr oder weniger erfolgreich bekämpfte.

“So, fertig!“ Ein stechender Schmerz brachte ihn augenblicklich wieder zu sich. Kunzit klopfte zufrieden auf dem inzwischen angelegtem Verband herum.

“Hat euch schon mal jemand gesagt, das ihr ein Sadist seit?“ Er sah Topas ungläubig an und brach in schallendes Gelächter aus.

“Anscheinend nicht.“ Sein Lachen steckte alle an und als sie sich wieder gefangen hatten, mußten sie sich die Tränen aus den Augen wischen.

“Auf diese glorreiche Feststellung sollten wir anstoßen!“ Die Idee von Jadeit fand allgemeine Zustimmung und so öffnete Nephrit das nächste Fach, wo er eine Flasche Wein und sechs Gläser zu Vorschein brachte. Nachdem kurz darauf jeder ein gefülltes Glas in der Hand hielt ergriffe er das Wort.

“Also dann, auf die sadistische Ader von Kunzit!“ Die Gläser stießen klirrend zusammen, bevor jeder den ersten Schluck nahm. Der Wein war köstlich und alle schlossen genießerisch die Augen.

“So und jetzt, auf die dickköpfigste Person, die mir je untergekommen ist!“ Wenn meinte Jadeit bloß? Doch als drei Augenpaare breit grinsend auf Topas ruhten war die Sache klar. Ach was solls? Erneut klirrten die Gläser zusammen.

“Dann sollten wir aber auch direkt damit aufhören so förmlich miteinander zu reden!“ Kunzit schallte ein einstimmiges JA entgegen und so wurde direkt auch noch Bruderschaft getrunken. Leider waren die Gläser danach leer. Was nicht lange der Fall war, da Nephrit sofort die nächste Flasche zum Vorschein brachte. Gott sei Dank gab es genügend Sitzgelegenheit. Nach noch einer weiteren Flasche Wein wurde sie Runde zusehends lockerer. Nephrits Vorrat war scheinbar unerschöpflich.

Inzwischen hatte Endimion die Prinzessin halbwegs beruhigen können und hätte sie zurück in ihre Gemächer begleitet. Danach folgte noch eine harte Auseinandersetzung mit seinem Vater, aus der er, Dank der Hilfe seiner Mutter als Sieger hervorging. Nun stand er vor der von innen verschlossen Bibliothek und fragte sich, was wohl der Grund für die verriegelten Türen sein könnte. da niemand auf sein Klopfen und wiederholtes Rufen reagierte öffnete er sie kurzer Hand mit einem in der Wand verborgenen Mechanismus. Langsam schritt er hindurch und näherte sich der Stelle, wo er die Anderen zurück gelassen hatte. Dort angekommen traf ihn fast der Schlag. Die Szene, die sich vor seinen Augen abspielte war unbegreiflich.

Dort saßen seine drei Generäle und Topas, aber wie?! Zwischen ihnen standen mindestens drei leere Weinflaschen und Nephrit war gerade in Begriff die nächste zu öffnen, obwohl die Flasche, die noch auf dem Tisch stand noch mindestens bis zur Hälfte gefüllt war. Ganz zu schweigen davon, das sie scheinbar jegliche Etikette vergaßen. Jadeit saß halb auf Topas' Schoß und knabberte an dessen Lippen. Die vier waren inzwischen alle reichlich beschwipst, wie die fünf leeren Wein Flaschen auf dem Tisch deutlich genüg bewiesen (er konnte ja nichts von den bereits entsorgten sechs Flaschen wissen) und nahmen die Situation mit sehr viel Humor als sie den sie entgeistert anstarrenden Prinz Endimion bemerkten.

“Nephrit, ich glaube der Prinz hätte auch gerne ein Glas.“



to be continued...

 

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