Short 02

Achtung!!!
Diese Story spielt ungefähr zu dem Zeitpunkt von Yami no Matsuei Band 9 und 10. Hisoka und Tsuzuki befinden sich inzwischen beide in der Himmelswelt.

  

04-07-20

 

Shorts

      Yami no matsuei

 

 

Mermaid melody

 

Etwas unentschlossen blickte Hisoka auf die Karte in seinen Händen. Sollte er sich direkt zur Zentralen Gebetshalle begeben oder doch lieber die nähere Umgebung erkunden? Jetzt, wo er die Karte hatte reizte es ihn unglaublich den Himmelspalast auf eigene Faust zu erkunden. Da er aber endlich Tsuzuki wieder finden wollte hielt er sich schließlich an die Wegbeschreibung und suchte nach der Seerosenbrücke. Zwischendurch begegneten ihm dann auch wieder ein paar der merkwürdigen Bewohner dieser Welt wie zum Beispiel ein Geist ohne Gesicht oder eine Gestalt mit ein paar Blütentatoowierungen von der man unmöglich sagen konnte, ob es sich dabei nun um einen Mann oder eine Frau handelte. Es gab hier wirklich eine Menge merkwürdiger Gestalten.

Als Hisoka die Brücke endlich erreichte blieb er vollkommen fasziniert mitten auf ihr stehen. Er hatte zwar bemerkt, das sich fast unter dem gesamten Palast ein riesiger See befand, aber erst jetzt wurde ihm das wirkliche Ausmaß von diesem bewusst. Das Blau des Wassers schien sich unendlich durch die einzelnen Gebäude hindurch zu ziehen und auch der Name der Brücke war kein sonderlich großes Geheimnis. Um sie herum breiteten sich Teppiche von Seerosen aus, die in den verschiedensten Farben leuchteten. Irgendwie wirkte dieser Ort vollkommen beruhigend auf ihn und verträumt sah Hisoka hinunter auf das Wasser bis er plötzlich erschrocken zurück zuckte. Erst glaubte er an eine Sinnestäuschung aber als er erneut auf die glatte Oberfläche starrte war das Gesicht immer noch dort, eingerahmt von unendlich langen, goldenen Haaren und wenn er genau hinsah konnte er sehen wie es ihn änlächelte bevor es wieder verschwand. Für einen kurzen Moment überlegte Hisoka was das zu bedeuten hatte, aber dann schüttelte er den Kopf. Das war bestimmt nur ein weiterer merkwürdiger Bewohner des Himmelspalastes und bestimmt würde ihm Tsuzuki sagen können um wen es sich dabei handelte.  


Als Hisoka endlich die zentrale Gebetshalle erreichte und auch Byakkos stürmische Begrüßung halbwegs unbeschadet überstanden hatte ging plötzlich alles dermaßen schnell, das er vollkommen vergaß seinen Partner nach der merkwürdigen Gestalt in dem See zu fragen. Aber was machte das schon? Er war in die Traumwelt gekommen um einen dienstbaren Geist zu finden, der ihn stärker machen würde. Wobei ihm Tsuzuki ruhig hätte sagen können, das beinahe sämtliche dienstbaren Geister in der Traumwelt eine menschliche Gestalt hatten. Das hätte ihm eine Menge Verwirrung erspart. Aber es war auch beeindruckend zu sehen wie sehr sich Tsuzukis dienstbare Geister doch alle unterschieden. Nur in einem schienen sie sich alle einig zu sein. Sie würden ihren Herrn unter Einsatz ihres Lebens schützen und selbstverständlich halfen sie Hisoka auch nur zu gerne bei der Suche nach seinem dienstbaren Geist. Wobei er sich allerdings nach einiger Zeit ernsthaft zu fragen begann ob sie sich über ihn lustig machten oder nicht. Die Geister, die man für ihn auswählte waren alle mehr oder weniger schwach. Kein Vergleich zu den Geistern, die Tsuzuki unterstanden und Hisoka würde so ziemlich alles tun um seinem Partner ebenbürtig zu sein. Nachdem er Dutzende von diesen kleineren Geistern besiegt hatte stellte er die anderen zur Rede und bekam endlich eine Liste mit dienstbaren Geistern, die äußerst mächtig waren. Das er bei dem Versuch ein Bündnis mit diesen einzugehen sein Leben aufs Spiel setzte interessierte ihn allerdings herzlich wenig. Er wollte endlich keine Belastung mehr für seinen Partner sein, sondern selbst kämpfen können und im Notfall könnte er seinen Partner sogar helfen. Tsuzukis Reaktion als Hisoka andeutete, das er den mächtigsten dieser Geister aufsuchen wollte war allerdings nicht ganz so wie erhofft. Tsuzuki war strickt dagegen, das sich sein Partner in dieses wahnsinnige Unterfangen stürzte. Seiner Meinung nach war dieser Geist einfach viel zu mächtig. Selbst für einen Todesengel wie Hisoka. Ganz gegen seine Art war Hisoka nach einer hitzigen Debatte mit seinem Partner wegen genau diesem Thema einfach davongestürmt.

Wieso vertraute er ihm nur so wenig? Er hatte doch mit keinem Wort erwähnt, das er diesen Geist suchen wollte. Er hatte ihn lediglich gefragt was er darüber wusste. Nicht mehr. Und sein Partner hatte sich aufgeregt als hätte er bereits den halben Weg zum Versteck dieses Geistes zurück gelegt. Sicher, es wäre der einfachste Weg sich die Kraft dieses Drachen anzueignen. Kurikara, dessen Kraft der der zwölf Götter Generälen ebenbürtig ist. Oder sogar noch größer, aber diese Frage würde ihm niemand beantworten. Nachdenklich sah Hisoka hinunter auf die Wasseroberfläche und lehnte sich noch ein klein wenig stärker an die Brüstung. Wieso nur? Wieso nur wollten sie es nicht verstehen? Er wollte doch nur eine Kraft, die der von Tsuzuki ebenbürtig war. Er wollte nicht länger hinter seinem Partner zurückstehen sondern ihm ebenbürtig sein. Warum verstand das denn keiner?

Hisoka war sosehr in Gedanken versunken, das er den dunklen Schatten im Wasser unter ihm gar nicht wahrnahm um so mehr erschreckte er sich als plötzlich ein paar weißer Arme auf ihn zuschoß und sich um seinen Nacken legten. Noch ehe er reagieren konnte befand sich ein schneeweißes Gesicht mit wunderschönen grünen Augen und dunkelblauen Lippen vor ihm. Lächelnd gab dieses Gesicht ihm einen Kuß und verschwand danach leise lachend im Wasser. Hisoka war so dermaßen geschockt, das es fast eine Minute dauerte, bis er realisiert hatte was da eigentlich gerade mit ihm geschehen war, aber danach schrie er fast den halben Himmelspalast zusammen. Die Gefühle jenes Wesens hatten ihn schließlich doch übermannt und das war ein Schmerz, wie er ihn bisher noch nie gefühlt hatte. Es war fast so als hätte jemand sein Herz in der Luft zerfetzt und es ihm dann wieder zurückgeben.

Als er wieder zu sich kam beugte sich Toda, einer der dienstbaren Geister seines Partners über ihn und auch das trug nicht gerade dazu bei, das sich Hisoka besser fühlte. Immerhin war es nicht allzu lange her das Toda bereit gewesen wäre seinen Herrn und ihn zu töten. Egal ob dienstbare Geister ihren Meister nun eigentlich schützten oder nicht. Toda hatte sich Tsuzukis Wunsch gebeugt und wären Hisoka, Watari und Tatsumi nicht gewesen, dann wäre es ihm auch gelungen den Todesengel zu töten. All das trug nicht gerade sonderlich dazu bei, das Hisoka sich in seiner Nähe wohl fühlte.

„Geht es dir wieder besser?“ Erst jetzt merkte Hisoka, das er auf dem Boden lag. Mühsam richtete er sich wieder auf und versuchte sich zu erinnern was passiert war, aber sein Gedächtnis war wie leergefegt. Er wusste noch nicht einmal mehr wie er überhaupt auf diese Brücke gekommen war.

„Ich denke schon.“ Ohne Toda eines weiteren Blickes zu würdigen machte er sich auf den Weg in das Innere des Palastes um in seinem Zimmer in Ruhe nachzudenken. Toda sah ihm nachdenklich hinterher.

„Du solltest wirklich nicht so übertreiben.“ Als Antwort klang ein leises Plätschern unter der Brücke auf und dann entfernte sich ein dunkler Schatten in Richtung des Hauptgebäudes. Seufzend machte sich Toda ebenfalls auf den Weg. Er hoffte nur, das Tsuzuki nicht vergessen hatte seinen Partner über gewiese Dinge im Himmelspalast zu informieren ansonsten würde der Kleine wahrschienlich noch wesentlich öfter in Schwierigkeiten geraten.

Tsuzuki war vollkommen überrascht als Hisoka aufgelöst an ihm vorbei stürmte und die Tür seines Zimmers mit einem lauten Knallen hinter sich schloß. Er hatte versucht herauszufinden was mit seinem Partner geschehen war, aber außer einem VERSCHWINDE hatte er bisher keine Antwort von diesem bekommen. Nun saß er wie ein gerprügelter Hund vor dessen Tür und fragte sich, was er Hisoka nur getan haben mochte, das dieser ihn so anfuhr. In diesem Zustand fand ihn schließlich auch Toda vor der seufzend an die Tür klopfte um mit Hisoka zu sprechen. Immerhin war er nicht ganz unschuldig an dem, was auf der Brücke geschehen war. Allerdings schaltete Hisoka auf stur und ließ alles und jeden vor der Tür versauern. Er hatte sogar einen Schrank von der Wand abgerückt und diesen vor die Tür gestellt, damit auch wirklich niemand ihn stören würde. Was auch immer ihm auf dieser Brücke wiederfahren war es hatte seine Spuren hinterlassen. Er war immer noch vollkommen durcheinander und fragte sich woher all diese merkwürdigen Gefühle, die ihn aufeinmal durchströmten stammten. Seine emphatischen Kräfte ließen sich sonst relativ einfach kontrollieren aber in diesem Fall hatten sie ihn fast völlig außer Gefecht gesetzt. Allein zu stehen fiel ihm unglaublich schwer. Welches Wesen konnte nur zugleich solchen Schmerz und solche Freude empfinden? Es zerrieß ihn fast innerlich, aber Hisoka wusste, das er mit ein klein wenig Schlaf schon bald wieder fit genug sein würde um seine Suche nach einem dienstbaren Geist fortsetzen zu können. Doch er sollte erst gar nicht zur Ruhe kommen.

Ein leises Kichern und lautes Plätschern direkt unter dem Fenster seines Zimmers raubten ihm solange den Nerv bis er endlich aufstand um nach der Ursache dafür zu suchen. Nur als er aus dem Fenster sah gab es außer der nassen Wand des Palastes nicht den geringsten Hinweis auf einen Störenfried. Mit einem leisen Fluch auf den Lippen schlich sich Hisoka zurück in sein Bett und schloß die Augen um endlich ein klein wenig Schlaf zu bekommen. Es dauerte allerdings keine zwei Minuten bis sich wieder das Kichern und das Plätschern einstellte. Also wieder aufstehen und nachsehen. Dieses Spielchen wiederholte sich ungefähr eine halbe Stunde lang und dann platzte Hisoka der Kragen. Wer auch immer es wagte ihn zu stören jetzt würde er es bitterlich bereuen. Entschlossen stieg er aus dem Fenster und folgte der Wasserspur, die sich an der äußeren Hauswand entlang zog bis sie schließlich in einer Sackgasse endete. Von dort gab es keinen anderen Weg mehr außer nach oben oder durch das Wasser. Seufzend ließ sich Hisoka in den feinen Sand sinken und wartete darauf, das sich der Störenfried erneut zeigte. Inzwischen war er sich sicher, das es sich dabei um einen der unzähligen Wassergeister handelte und wenn dieser ihm schon seinen Schlaf raubte, dann konnte er schließlich auch direkt mit ihm kämpfen um ihn zu seinem dienstbaren Geist zu machen.

Es verging über eine Stunde in der sich rein gar nichts tat und Hisoka, dem allmählich die Augen zufielen überlegte schon ob es nicht besser wäre einfach in sein Zimmer zurück zukehren um dort in einem warmen Bett zu schlafen. Immerhin könnte er diesen frechen Geist auch noch am nächsten Tag suchen. Vielleicht wusste Tsuzuki oder einer der anderen sogar um welchen Geist es sich dabei handelte. Was Hisoka allerdings die ganze Zeit über nicht bemerkt hatte war das Paar grüner Augen, das ihn seit seiner Ankunft auf dem schmalen Stück Sand aufmerksam beobachtete. Sie hatten ihn bisher noch nicht einen einzigen Moment lang aus den Augen gelassen. Seufzend erhob sich Hisoka schließlich und beschloß seinem vollkommen erkalteten Körper erst einmal ein warmes Bad zu gönnen. Allerdings schaffte er es beim Aufstehen auf einem kleinen Stück Seetang auszurutschen und rückwarts ins Wasser zufallen. Noch während er fiel versuchte sich Hisoka so klein wie möglich zu machen, doch es nutzte ihm nicht allzu viel. Sein Kopf stieß äußerst unsanft gegen die gegenüberliegende Hauswand und er versank bewusstlos im Wasser, das deutlich tiefer war als man es auf den ersten Blick vermutete.

Es war Suzaku, die Hisoka schließlich vollkommen durchnässt und bewusstlos neben der Seerosenbrücke fand. Sie hatte nicht die geringste Ahnung wie der Kleine dort hingekommen war, aber sie trug ihn ohne großartig nachzudenken zurück zum Palast. Noch auf dem Weg dorthin überlegte sie sich tausend und einen Weg um Toda einen furchtbaren Tod erleiden zu lassen. Nicht genug damit, das dieser ihren Herrn Tsuzuki um ein Haar getötet hätte nein, jetzt verletzte er auch noch seine Aufsichtspflicht. Immerhin hatte Toda ihrem Herrn hoch und heilig versprochen auf den Kleinen aufzupassen wenn kein anderer von ihnen da war und jetzt das. Die Beule an Hisokas kopf sah jedenfalls nicht gut aus. Suzaku hoffte nur, das sich der Kleine nicht ernsthaft verletzt hatte.

Kaum hatte sie den Palast betreten stürmte schon Seiryuu auf sie ein, der ihr ersteinmal einen Vortrag hielt warum sie sich zu einem Treffen der zwölf Göttergeneräle verspätete bevor er überhaupt merkte, was Suzaku da auf ihrem Arm trug. Als Seiryuu Hisoka erkannte ließ er sich zum hundersten Mal darüber aus, das dieses Kind nur Unglück über die Traumwelt bringen würde etc. etc. etc.

Suzaku ließ ihn schließlich einfach stehen und brachte Hisoka zu Rikugo, der irgendwie der Einzige war, der ihr einfiel. Bei allen anderen hatte sie das dumpfe Gefühl würde ein bewusstloser Hisoka nur für eine Massenhysterie bzw. für einen vollkommen panischen Tsuzuki sorgen. Es war besser, wenn sie Hisoka erst zu Tsuzuki brachte, wenn dieser sich in einem nicht mehr ganz so erbarmungswürdigen Zustand befand. Rikugo war durch ihr plötzliches Auftauchen zwar etwas überrascht, aber er ließ nicht aus der Ruhe bringen. Er flößte Hisoka einen seiner berühmt berüchtigten Heiltränke ein und sorgte dann dafür, das dieser trockene Kleidung erhielt. Erst danach widmete er sich Suzaku um zu erfahren wie es dazu gekommen war. Allerdings konnte diesem ihm da nicht sonderlich weiterhelfen. Sie wusste schließlich selbst nicht wie Hisoka an die Seerosenbrücke gekommen war. Sie würden beide warten müssen bis Hisoka wieder aufwachte und all ihre Fragen beanworten konnte.

Nachdem sie fast zwei Stunden vor Hisokas verschlossener Zimmertüre verbracht hatten gelang es Toda endlich mit einer kleinen List Tsuzuki dazu überreden sich seinen dienstbaren Geistern zu widmen. Selbstverständlich erst nach einem ausreichendem Mittagessen bei dem Tsuzuki wieder einmal unglaubliche Mengen in sich reinschaufelte ohne, das ihm dabei schlecht wurde. Nachdem Tsuzuki erfolgreich alles Essbare in in seiner Reichweite verdrückt hatte begab er sich zusammen mit Toda in die Versammlungshalle um mehr über die Wurmlöcher zu erfahren, die der Traumwelt seit geraumer Zeit zu schaffen machten. Die anderen waren bereits fast vollständig anwesend und Seiryuu war (wie meistens) unheimlich schlecht gelaunt. Noch bevor Tsuzuki eine Entschuldigung wegen seiner kleinen Verspätung stammeln konnte fuhr Seiryuu ihn barsch an, das Tsuzuki gefälligst ersteinmal Suzaku suchen solle, da diese immerhin gerade mit seinem bewusstlosen Partner durch die Gegend lief. Schließlich konnten sie keine Versammlung abhalten, wenn die Beschützerin des Südens fehlte. Es dauerte keine zwei Sekunden und Tsuzuki war dicht gefolgt von Byakko davon gestürmt.

„War das wirklich nötig?“

„Wenn du endlich einmal auf den Kleinen aufpassen würdest Toda, dann müssten wir uns nicht immer mit diesem Problem herumschlagen.“ Seiryuu kochte vor Wut und das sein Gegenüber so gelassen

 

Beendet 04-08-29



Die Idee zu dieser FF entstand während des Lesens von Yami no matsuei Band 9 und bekam den letzten Schliff nach dem Erscheinen von Band 10. Außerdem liebe ich die Geschichte der kleinen Meerjungfrau und wollte schon lange einmal etwas in der Art machen.

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